Was ist körperorientierte Therapie?

Psychotherapie findet nicht nur im Kopf statt. Emotionen haben eine körperliche Seite — Anspannung, flacher Atem, ein Ziehen in der Brust, Schmerz ohne klaren Befund. Der Körper ist kein passiver Zuschauer dessen, was wir denken und fühlen. Er ist aktiv beteiligt. Körperorientierte Verfahren nehmen das ernst und machen den Körper zum Ausgangspunkt therapeutischer Arbeit.

Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Beschwerden körperlich spürbar sind, sich aber nicht vollständig durch einen organischen Befund erklären lassen — oder wenn Entspannungs- und Gesprächsansätze allein nicht ausreichen.

Wie wir miteinander arbeiten

Körperorientierte Arbeit kann viele Formen annehmen. In meiner Praxis setze ich je nach Situation unterschiedliche Methoden ein: behutsame Bewegung trotz Schmerz, Atem- und Achtsamkeitsübungen, meditative Bewegungspraktiken wie Yoga und QiGong, geführte Körperwahrnehmungsübungen sowie Biofeedbackverfahren, bei denen körperliche Reaktionen sichtbar gemacht und gezielt beeinflusst werden können.
Welche Methode sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam — abhängig davon, womit Du kommst, wie dein Körper reagiert und was sich für Dich im Alltag umsetzen lässt. Ziel ist nicht das Erlernen einer bestimmten Technik, sondern ein anderer Umgang mit dem, was der Körper zeigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit chronischen Schmerzen. Wer länger unter Schmerzen leidet, entwickelt häufig das Muster, Bewegung zu vermeiden — was kurzfristig entlastet, langfristig aber zur Aufrechterhaltung der Beschwerden beiträgt. Körperorientierte Verfahren helfen, diesen Kreislauf zu unterbrechen und neue Erfahrungen im Umgang mit dem eigenen Körper zu ermöglichen.

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